Freitag, 17. Februar 2012

Tonkabohnen-Creme als Füllung für Windbeutel, Eclairs oder Krapfen . . .

Zum Aromatisieren der Creme verwende ich >>> Tonkabohnen, die ein vanilleartiges Aroma haben, die Creme selbst erinnert im Geschmack ganz leicht an Vanille, Eierlikör und auch Karamell. Da ich zur Zeit begeistert mit Tonkabohne experimentiere, bin ich auf die Idee gekommen, damit das Flammeri, das als Basis für die Creme dient, zu aromatisieren. Durch die Tonkabohnenschale bekommt die Creme eine leicht hellbraune Farbe, was dem Geschmack aber überhaupt nicht abträglich ist.



Zutaten für ca. 12 Stück (für Krapfen reicht die halbe Menge):
500 ml Milch
2 Tonkabohnen (im Ganzen, zum Mitkochen), alternativ 1/2 Vanilleschote
100 g Zucker
1 Prise Salz
4 Eigelb
35 g Speisestärke
200 g Schlagsahne

5 EL von der kalten Milch mit der Speisestärke und den Eigelben in einer Schüssel verrühren.
Die restliche Milch mit den Tonkabohnen zum Kochen, mindestens 5 min leise köcheln lassen, um das Tonkabohnen-Aroma besser herauszuholen, dabei umrühren, damit die Milch nicht anhängt oder überkocht. Dann erst den Zucker und die Prise Salz einrieseln lassen, erneut zum Kochen bringen.

Die Tonkabohnen entfernen, sofort gründlich unter fließendem (erst kaltem, dann warmem) Wasser waschen und zum Trocknen legen. Man kann die Bohnen übrigens ca. 5 - 7 mal so verwenden, so aromareich sind sie.


Nun das Speisestärke-Eigelb-Milch-Gemisch noch einmal verrühren und unter ständigem Rühren zur Milch geben. Erneut kurz aufkochen lassen, von der Platte nehmen und unter regelmäßigem Rühren (damit eine Hautbildung vermieden wird!) erkalten lassen.

Tipp 1: ich stelle mir den Kurzzeitwecker alle 5 min, damit ich das Rühren nicht vergesse.

Tipp 2: Man kann auch ca. 20 g Zucker zurückbehalten und damit das fertige Flammeri (ugspr.: Pudding) bestreuen, dann bildet sich auch so gut wie keine Haut beim Erkalten. Ich rühre lieber regelmäßig bis die Creme abgekühlt ist)

Nun die Schlagsahne sehr steif schlagen und löffelweise unter das Flammeri rühren. Fertig ist die Füllung, die man jetzt mit einem Löffel oder eleganter mit einer Gebäckspritze oder einem Spritzbeutel in die Gebäckteile bringen kann, bei Krapfen ohnehin nur so, mit einer feinen Lochtülle.

Variation:
statt der Tonkabohnen kann man auch das Mark und die Schale einer halben Vanilleschote mitkochen, die Schale dann vor dem Zugeben der Eigelb-Stärke-Milch-Mischung entfernen.

Tipp 3: Wer es bequemer haben möchte, kocht ein handelsübliches Vanille-Puddingpulver nach Anleitung zum "Pudding", allerdings dann nur mit 350 ml Milch und 40 g Zucker, zieht den Pudding von der Herdplatte, gibt dann 1 Ei dazu, und nach dem Kaltrühren die steifgeschlagene Schlagsahne.

Allerdings wäre es die Sache schon wert, das Aroma der Tonkabohnen zu testen, denn es ist auf alle Fälle eine tolle geschmackliche Erfährung, finde ich!

Ich habe mit dieser Creme Krapfen gefüllt. Allerdings ist es unbedingt nötig, dass die Krapfen völlig ausgekühlt sind vor dem Befüllen, sonst läuft die Füllung wieder aus der Öffnung heraus. Sehen die nicht superlecker aus? (Rezept folgt)

Kommentare:

  1. Ja, das kann ich mir auch super statt Vanille vorstellen. Sieht so richtig schön cremig aus. :-)

    Tonkabohnen habe ich gerade keine da (dafür viel Vanille), mag sie aber eigentlich ganz gerne.

    AntwortenLöschen
  2. Deine Krapfen sind einfach ein Traum! :)

    Herzliches Grüßle von der Manu

    AntwortenLöschen
  3. Na du kannst ja mal tolle Krapfen herstellen.
    Ich liebe Ausgebackenes.
    Und die Tonkabohnenfüllung klingt klasse.
    Ich komme sicher wieder.
    LG
    Martina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Martina,
      die Füllung ist echt der Knaller. Man könnte sie auch so als Dessertcreme verwenden, würde dann aber weniger Zucker reingeben. Freut mich, wenn du wieder kommst :-)

      Löschen
  4. Die Krapfen sehen toll aus! Auch wenn Fasching schon vorbei ist - so einen würde ich jederzeit nehmen :)

    Mann kann die Hautbildung auf dem Pudding übrigens auch vermeiden, indem man direkt nach dem Kochen eine Lage Frischhaltefolie auf die Oberfläche des Puddings legt. Die Folie einfach wieder abziehen, wenn der Pudding ausgekühlt ist :)

    Liebe Grüße

    Nina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich dir einen aufgehoben ;-)
      Danke für den Tipp mit der Folie. Das habe ich auch schon mal probiert, bei mir hing dann aber relativ viel Creme dran. Bei dir nicht? Dann lag es vielleicht an der Folie?

      Löschen
  5. Das habe ich auch nur einmal probiert, da hing dann mehr Pudding dran als normalerweise Haut gewesen wäre... Lag aber vielleicht auch an der Folie (ist schon ewig her).

    AntwortenLöschen

Schön, dass Du Zeit auf meinem Blog verbringst, Vielleicht kann Dich das eine oder andere Rezept zum Nachkochen animieren, über Deine Rückmeldung oder Deinen netten Kommentar freue ich mich sehr :-)))
Anonyme Kommentare mag ich nicht so gerne, deshalb bitte ich Dich: Unterschreibe doch bitte Kommentare mit Deinem Namen oder trage dich mit Deinem Profil ein. Dazu einfach bei “Profil“ auf “Name/URL“ klicken und Deinen Namen eintragen oder Dich mit Deinem Google-Profil einloggen.
Ich behalte mir vor, anonyme Kommentare einfach zu löschen.
Fragen, die Du bei einem Post stellst, werden auch in diesem beantwortet, also bitte wieder vorbeischauen oder in der rechten Sidebar die Kommentare abonnieren.
Kommentare, die augenscheinlich nur dazu dienen, unerbetene Werbelinks für die Seite/Firma des Kommentators zu posten, werden gelöscht, im Wiederholungsfall eine Aufwandsentschädigung von 50 € in Rechnung gestellt.