Donnerstag, 13. Dezember 2012

Nachgebacken: Bierbrot

Endlich wieder ein Brot, das mich aufgrund seines sehr einfachen und schnellen Rezeptes wirklich begeistert hat. Schnell und einfach in der Zubereitung, die nötige Gehzeit braucht das Brot natürlich, aber man muss ja nicht davorsitzen Im März habe ich das Rezept schon bei Sandra gelesen und vor ein paar Tagen bei Manuel. Im Keller stand noch Bier vom letzten Fest, das dringend weg sollte, denn wir selbst trinken eigentlich fast nur Rotwein, kein Bier. Deshalb wollte ich dann dieses Rezept endlich einmal testen. Welches Bier Du verwendest ist egal, ob nun Helles, Dunkles, Pils oder gar Malzbier, das hängt einfach von Deinem Geschmack ab.

Ich hatte nicht dieselben Mehltypen im Vorrat, wie es meine Bloggerkollegen verwenden, deshalb habe ich das Rezept wie folgt abgewandelt:

Zutaten für 1 größeres oder 2 kleine Brote:

350 g Weizenmehl Typ 812 ("Bauernbrotmehl")
250 g Roggenmehl Typ 1150
100 g Weizenmehl Typ 405
2 1/2 TL Salz
1 Pck. Trockenhefe
2 EL Sonnenblumenöl
500 ml zimmerwarmes Bier

Und so geht's:
Mische die trockenen Zutaten in der Rührschüssel Deiner Küchenmaschine, gieße dann das Öl und das Bier langsam zu und lasse den Teig ca. 10 min gut kneten.
Gib den Brotteig auf die bemehlte Arbeitsfläche und lasse ihn ca. eine Stunde mit einem Küchentuch bedeckt gehen, bis er sich deutlich vergrößert hat.

Tipp: Fall es in Deiner Küche zu kühl sein sollte, schalte im Küchenherd einfach nur die Ofenlampe an (diese Temperatur genügt!) und lass den Teig im Herd gehen. Eine zweite Möglichkeit ist, das Backrohr auf 50 °C einzuheizen und sobald die Temperatur erreicht ist (das Licht erlischt) den Ofen auszuschalten, das ist warm genug bis zum Ende der Gehzeit. Lass den Teig im Ofen, bis er auf das Doppelte gegangen ist.

Knete nach dieser ersten Gehzeit das Brot mit den Händen noch einmal durch und forme es so, wie es Dir gefällt. Ich wollte gleichmäßige Brotscheiben erreichen, die in eine bestimmte Brotzeitdosenform passen sollen. Deshalb habe ich eine Auflaufform (ca. 30 cm x 17 cm) verwendet, diese gebuttert und bemehlt. Du kannst aber auch völlig frei einen größeren oder auch zwei kleiner Laibe oder auch ein längliches Brot formen.


Lass das Brot erneut ca. 1 Stunde mit einem Küchentuch bedeckt gehen (evtl. wieder im Herd, so wie vorher).


Wenn sich die Größe des Brotes erneut etwa verdoppelt hat, (nimm das Brot aus dem Herd und) heize das Backrohr auf 250 °C vor. Stelle dabei eine feuerfeste Schale mit Wasser auf den Boden des Ofens.

Schneide das Brot ein, wenn Du magst, ich habe es nicht gemacht.

Wenn die Temperatur erreicht ist, schalte auf 220 °C zurück und backe das Brot 20 min bei dieser Temperatur, reduziere dann auf 200 °C und backe es dann noch weitere 30 - 40 min. Die Zeit hängt natürlich immer von der Größe des Brotes/der Brote und von Deinem Herd ab.

Bäckst Du das Brot wie ich in einer Form, stürze es nach insgesamt ca. 45 - 50 min Backzeit aus der Form auf ein Backblech oder Gitter und backe es weitere 15 min bei 200 °C fertig, öffne ab und zu die Ofentür, damit die Restfeuchte entweichen kann und es knuspriger wird. Schalte den Herd erst aus, wenn sich das Brot beim Daraufklopfen "hohl" anhört und alle Seiten, auch die, die in der Form waren, knusprig sind.

Lass das Brot danach noch mindestens 15 min im ausgeschalteten Herd, Du kannst einen Topflappen in die Tür einklemmen, und es schön knusprig wird.

Mein Fazit: Das Bierbrot schmeckt echt genial und ich werde es mit Sicherheit schon bald wieder backen. Die Krume ist toll, die Kruste sehr knusprig, meine Familie ist begeistert. Was will man mehr?



Und so sieht es ohne Form gebacken, also frei geschoben aus:




Kommentare:

  1. Super!! Ich habe es die gesamte Backzeit auf 220° gebacken. Hat es sehr gut vertragen :-) Mein nächstes ist gerade im Ofen...
    Liebe Grüße Manuel

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  2. Das geht ja auch ohne großes Planen, klasse! Teste ich morgen dann mit nem halben Rezept :) LG Christel

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  3. Guten Morgen, leider bekomme ich das Bauernmehl hier nicht, bin überall gewesen aber keiner führt es. :( Was kann ich stattdessen nehmen, normalerweise nehme ich immer das Mehl 1050 und 1150 dazu das Mehl 550, wenn ich typ 1050 nehme müsste es doch auch gehen oder???? Und ich nehme immer fische Hefe, Trockenhefe nehme ich gar nicht. Das schadet doch auch nicht oder. Ich liebe dunkle Brote, die hellen mag ich gar nicht. Wäre toll wenn ich eine Nachricht bekäme, dann würde es bei mir losgehen mit dem leckeren Brot backen. :) LG

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  4. Hallo Roswitha,

    Klar funktioniert das auch, indem du dir dunkleres und helleres Mehl mischst. Ebenso kannst du Trockenhefe durch frische ersetzen und umgekehrt. 7 g Trockenhefe entsprechen 25 g Frischhefe.

    Viel Erfolg beim Backen,

    Liebe Grüße
    Barbara

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