Dienstag, 22. April 2014

Knusprige Kraut-Kracher

Wie oft werden Kartoffelchips, Erdnussflips oder Salzstangen beim gemütlichen Beisammensein als Knabberei auf den Tisch gestellt. Sicherlich spart es Zeit, bei Vorbereitungen auf Besuch schnell ein paar Tüten davon in den Einkaufswagen zu werfen. Aber warum nicht einmal etwas Besonderes anbieten, das es so nicht zu kaufen gibt?

Schon bei meiner Oma, die im Bayrischen Wald nahe der Grenze zur Tschechischen Republik lebte, gab es diese ganz flachen, knusprigen Sauerkrautfladen, die meine Oma immer "Krautkracher" nannte. Wenn wir Kinder bei ihr auf dem Bauernhof in den Ferien waren, verwöhnte sie uns regelmäßig mit dieser pikanten Knabberei. Leider lebt sie nicht mehr und in ihrem handgeschriebenen alten Kochbuch habe ich das Rezept leider nicht finden können. Ich wusste nur noch, dass auf alle Fälle Schweineschmalz verwendet wurde. Das habe ich durch Butterschmalz ersetzt.

Da ich also leider kein exakt überliefertes Rezept hatte, habe ich mich bei den Zutaten allmählich herangetastet. Und nach 2 bis 3 Versuchen habe ich die Krautkracher richtig gut hinbekommen, so dass sie genau so schmeckten, wie ich sie von Oma in Erinnerung hatte.

Geschmacklich tritt das Sauerkraut nicht zu stark hervor, aber wer Sauerkraut nicht so gerne mag, für den wird diese Knabberei natürlich nicht zur Gaumenfreude.

Du kannst das Sauerkraut so wie ich extra dafür frisch kochen, oder aber auch ganz ideal Reste von gekochtem Sauerkraut verwerten. Eventuell enthaltene Lorbeerblätter oder Wacholderbeeren musst Du dann aber herausfischen, die würden beim Ausrollen des Teiges und auch geschmacklch beim Knabbern nur stören.

Ich glaube, Du kannst Dir bei diesem Foto schon vorstellen, welch knuspriges Erlebnis die Fladen sind:

Montag, 17. März 2014

Crème Brûlée à la Barafra

Eins meiner Lieblingsdesserts ist Crème Brûlée. Meine Freundin sagt immer: "Ja, mach doch diesen Pudding mit der karamellisierten Kruste wieder, der ist sooo lecker!", wenn ich frage, welches Dessert sie sich wünscht. Neben Tiramisu ist es das Dessert, das sich meine Gäste am häufigsten wünschen. Ok, ein Pudding (eigentlich fachlich korrekt ein "Flammeri") unterscheidet sich schon von einer Crème Brûlée: Pudding wird mit Stärkemehl zubereitet.

Crème Brûlée wird meistens im Wasserbad im Backofen gegart. Man kann sie auch "trocken" im Ofen stocken lassen, aber dann darf die Temperatur nicht weniger als 80 °C und auf keinen Fall mehr als 100 °C betragen. Das musst Du auf alle Fälle mit einem Ofenthermometer kontrollieren, da alle Öfen etwas unterschiedlich sind. Einerseits soll die Crème fest werden, aber natürlich nicht anbrennen. Die Wasserbadmethode ist daher wesentlich sicherer.

Die Crème gibt es bei uns öfter, in verschiedenen Variationen, da Sohnemann sich aus sport-diäthetischen Gründen regelmäßig Cookies mit hohem Eiweißanteil bäckt, er wendet ausschließlich die Eiweiße, die Eidotter bleiben dabei immer übrig. So gesehen ist die Crème unter Umständen auch zur "Resteverwertung" geeignet *Zwinker*. Höchste Zeit, das klassische Grundrezept endlich mal in meine Sammlung hier im Blog aufzunehmen!

Samstag, 1. März 2014

Lemon Curd - DIE Zitronencreme!

Passiert es Dir auch regelmäßig, dass Du Zitronensaft übrig hast, weil Du nur die Schale brauchst, den Saft aber nicht? Mir bleibt regelmäßig über ein paar Wochen mindestens ein halber Liter Saft über. Da ich nichts wegwerfen mag, presse ich die abgeriebenen Zitronen immer aus und friere den Saft ein, wenn ich im Moment keine Verwendung für ihn habe. Noch dazu weil ich im Winter eigene Früchte von meinem Zitronenbäumchen ernten und verwenden kann, die nicht nur ungespritzt, sondern auch ungewachst sind. Mehr BIO geht gar nicht mehr!

Zum Einfrieren nehme ich vorsorglich gleich ein etwas größeres Gefriergefäß, weil ich zum bereits eingefrorenen Saft immer wieder neuen Saft hinzufüge und das Ganze dann erneut einfriere. Ich sammle also anfallenden Saft, bis ich z. B. wieder "Lemon Curd" damit zubereite. Diese süß-säuerliche Zitronencreme mit puddingartiger Konsistenz kannst Du als leckeren Brotaufstrich ähnlich einer Marmelade verwenden oder aber zum Backen. Klassischerweise für "Lemon Meringue Pie" (Zitronentarte mit Baiserhaube), aber auch für Muffins. Die Creme wird in England traditionell beim Nachmittagstee zu Scones gereicht.


Lemon Curd Rezepte gibt es im Internet wie Sand am Meer, ich habe es somit hier auch nicht neu erfunden ;-) aber ich wollte dir die Creme gerne als eine Art "Resteverwertung" von übriggebliebenem Zitronensaft näher bringen.

Freitag, 14. Februar 2014

Buchweizen-Vollkornbrot mit gepufftem Amaranth

Brot selber zu backen ist wirklich etwas Wunderbares. Höchste Zeit für mich, wieder einmal etwas Neues zu probieren und es Dir hier zu präsentieren. Schon länger wollte ich ein glutenfreies Brot backen, aus Buchweizen-Vollkornmehl, das habe ich bisher noch nicht versucht.
Buchweizen kenne ich bisher nur als Fleischersatz in vegetarischen Bratlingen, aber jetzt wollte ich davon gerne einmal ein Brot versuchen. Ich war sehr gespannt darauf, wie der leicht nussige Geschmack des Buchweizens in einem Brot herüberkommen würde, das ich zusätzlich noch mit gepufftem Amaranth aufpeppen wollte.


Donnerstag, 30. Januar 2014

Kartoffelpüree-Brokkoli-Auflauf

Magst Du auch nicht immer Fleisch essen? Bei uns ist das gerade sogar ziemlich oft der Fall. Dann haben wir ganz einfach Lust "nur" auf Gemüse und mögen dann sehr gerne Kartoffeln in Kombination mit anderem saisonalen Gemüse. Heute zeige ich Dir einen leckeren Kartoffelpüree-Brokkoli-Auflauf, der sehr gut als vegetarisches Hauptgericht, aber natürlich auch als Beilage zu Fleisch mundet. Das beste daran ist, dass Du ihn auch gut vorbereiten kannst und erst dann ins Rohr schiebst, kurz bevor die Gäste kommen.