Dienstag, 19. August 2014

Brätstrudel oder: auch schlechtes Wetter hat seine schönen Seiten

August, Hochsommermonat, aber wie sieht es bei uns aus? Eher so, wie man es im April erwarten würde. Eigentlich sollten beide Monate ja wirklich nur den Anfangsbuchstaben gemeinsam haben, aber in diesem Jahr haben sie sogar dasselbe Wetter. Was liegt näher angesichts von maximal 15 Grad Celsius und höchst wechselhaftem, oft regnerischem Wetter als eine schöne heiße Suppe auf den Tisch zu bringen?

Eier sind auch noch genug da, Brät ist schnell eingekauft. Die Idee: Brätstrudel als Suppeneinlage, die haben wir schon lange nicht mehr gegessen, die sollen es werden. Hausmannskost, einfach, aber köstlich. Auch ideal zur Vorratshaltung oder auch als Resteverwertung, wenn einmal Pfannkuchen übrig sind. Wie lecker die Suppe schmeckt, lässt dieses Foto erahnen:



Zutaten für 4 Personen

Ich habe gleich die doppelte Menge der angegebenen Zutaten gemacht, da sich Brätstrudel wunderbar für den Vorrat einfrieren lassen.

3 Pfannkuchen Ø 28 cm, mein Grundrezept findest Du >>> hier.

300 g Kalbsbrät
2 kleine Eier (oder 1 großes Ei)
2 EL Schlagsahne flüssig
1/2 TL Salz
Pfeffer aus der Mühle
etwas Zitronenabrieb
etwas Majoran (auch getrocknet) oder Oregano
gehackte Petersilie

Und so geht's:

Backe die Pfannkuchen nach meinem >>> Grundrezept, ein Drittel der Menge genügt für die oben genannten Zutaten.

Verrühre das Kalbsbrät, die Eier, die Sahne, Salz, Pfeffer, Majoran und die Petersilie mit dem Handrührgerät zu einem geschmeidigen Teig.

Bestreiche jeden Pfannkuchen mit ca. 3 gehäuften Esslöffeln der Brätmasse. Die Menge richtet sich nach Deinem persönlichen Geschmack, ich richte mich in etwa nach der Dicke der Pfannkuchen.


Schlage erst zwei gegenüberliegende Seiten des Pfannkuchens etwas ein und rolle den Fladen dann von einer nicht eingeschlagenen Seite her auf, so enganliegend wie möglich, halte dabei die eingeschlagenen Ränder mit den Fingern etwas ein, so dass sich der Pfannkuchen gut und gleichmäßig aufrollen lässt.
Das Brät klebt die Rollen schön zusammen.



Verpacke nun jede Rolle einzeln in Alufolie, und lege sie mit etwas Abstand auf ein Backblech oder in eine Auflaufform. Du kannst die Rollen auch einzeln nebeneinander in eine gefettete Auflaufform legen und nur oben mit Alufolie abdecken, ganz wie Du magst.So könntest natürlich etwas Alufolie sparen, aber ich bevorzuge die gezeigte Methode, weil die Rollen einzeln eingewickelt beim Garen schön rund bleiben.



Backe die Brät-Rollen bei 180 °C Ober- und Unterhitze im vorgeheizten Backofen ca. 25 min.

Lass die Brätstrudel abkühlen und schneide sie danach in dünne Scheiben von ca. 0,5 - 1 cm. Am besten lassen sich die Rollen schneiden, wenn sie aus dem Kühlschrank kommen.


Lege die Scheiben so lange in heiße, nicht mehr kochende >>> Brühe (Rinderbrühe oder Gemüsebrühe) ein, bis sie ausreichend erwärmt sind, nicht zu lange, sonst quellen die Pfannkuchen unschön auf und werden labberig oder fallen auseinander. In der Brühe kannst Du vorher noch etwas Gemüse Deiner Wahl garen, bevor Du die Scheiben einlegst.

Verteile die Röllchen mit der Brühe vorsichtig auf vorgewärmten Tellern und bringe sie zu Tisch. Guten Appetit!




Tipp: 

Die Brätstrudel schmecken nicht nur wie oben beschrieben als Suppeneinlage, sondern auch als ganze Rollen mit Käse überbacken und mit Blattsalat als Beilage. Dazu bäckst Du die mit Brät bestrichenen und aufgerollten Pfannkuchen nebeneinander in einer gefetteten Auflaufform ohne Abdeckung ca. 30 min bei 180 °C im Rohr und streust ca. 10 min vor Ende geriebenen Käse darüber, mmh!

Eine weitere Möglichkeit ist, die vorher in Alufolie gebackenen Rollen (genau wie für die Suppe) in Scheiben zu schneiden, sie dann aber noch zusätzlich in der Pfanne mit etwas Fett/Öl anzurösten und dann mit Salat servieren.

Einfrieren/Vorrat:

Wie ich oben schon erwähnt habe, lassen sich die fertig gegarten Brätstrudel auch in Scheiben geschnitten sehr gut einfrieren. Sie lassen sich so ganz praktisch einzeln entnehmen.
Lass die Rollen nach dem Abkühlen nicht länger in der Alufolie, da diese sich dort, wo das salzige Brät damit in Berührung gerät, schwarz verfärbt.


Nimm die Rollen zum Lagern im Kühlschrank aus der Alufolie und wickle sie in Frischhaltefolie ein oder gib sie in eine Vorratsdose.

Verpacke die Scheibchen für's Einfrieren nebeneinander gelegt, die einzelnen Lagen durch Frischhaltefolie getrennt, in einer Gefrierdose.


Lass die Rollen vor dem Gebrauch entweder über Nacht im Kühlschrank auftauen, bevor Du sie weiterverwendest, oder lege die gefrorenen Scheiben direkt in die heiße Brühe und erwärme sie darin, koche sie aber nicht mehr auf, damit sie nicht zerfallen.



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Kommentare:

  1. schön, wieder von dir zu lesen!
    und diese Strudel für die Suppe sind eine gute Idee!
    lg

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    1. Liebe Friederike,
      danke für's Vorbeischauen, ich komme auch bald wieder bei Dir vorbei. Schön, dass Du mich vermisst hast, ich habe gerade einfach wenig Zeit für mein Blog ...
      Liebe Grüße
      Barbara

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  2. Das sieht ja lecker aus! Coole Idee, das mit dem Einfrieren. Muss ich mal ausprobieren. Das ist mal was Neues. Ich kenne ja nur Frittatensuppe.

    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Liebe Anna,
      Fritattensuppe heißt bei uns Pfannkuchen- oder Flädlesuppe. Diese Suppe hier ist einfach eine reichhaltigere Variante :)
      Liebe Grüße
      Barbara

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  3. Liebe Barbara,
    das ist ja eine super Idee, so kannte ich das noch nicht. Die Temperaturen sollen ja jetzt erst mal wieder hoch gehen, aber kalt wird es bestimmt wieder und dann erinnere ich mich an dein schönes Rezept.
    Es grüßt Dich Anja

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Schön, dass Du Zeit auf meinem Blog verbringst, Vielleicht kann Dich das eine oder andere Rezept zum Nachkochen animieren, über Deine Rückmeldung oder Deinen netten Kommentar freue ich mich sehr :-)))
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