Mittwoch, 27. Februar 2013

Die Sache mit den Blog-"Awards" ...

… ist ehrlich überhaupt nicht mein Ding! Mein Kürbis-Symbol mit der Aufschrift „No Awards“ in der rechten Sidebar meines Blogs wird leider regelmäßig übersehen, weil es nicht an erster sondern an 3. Position steht und auch nicht übermäßig auffällig ist. Daran möchte ich aber nichts ändern, mein Profilbild und meine Begrüßung an den Leser sind mir wichtiger.

Bist Du Blog-Anfänger, freust Du Dich vermutlich im ersten Moment total, fühlst sich sogar geehrt, wenn Dir ein anderer Blogger einen „Award“ verleiht. Ging mir ganz am Anfang nicht anders. Diese Verleihungen sind von den "Laudatoren" auch sehr lieb gemeint. Aber mir wurde bei näherem Hinsehen sofort klar, dass es letztendlich nichts anderes ist als ein "Pseudopreis", ein „Kettenbrief“, mit dem Ziel, den „Traffic“ auf noch nicht so bekannte Blogs künstlich zu erhöhen. Sie dienen einzig und allein dazu, die Klickzahlen auf Seiten zu erhöhen, mit dem nächsten Absicht “Verlinkst du mich, verlinke ich dich”, künstlich erzeugte Leserzahlen, die nicht einmal wirklich nachhaltig sind.

Auch wenn es auf dem normalen Weg länger dauert, ich möchte eine regelmäßiger Leserschaft dadurch erzielen, dass interessierte Menschen zufällig oder auch gezielt vorbeikommen, sich umschauen und dann bleiben, weil ihnen mein Blog wirklich gefällt, sie freiwillig und gerne kommentieren, und wenn sie selbst ein Blog haben, vielleicht mein Blog, aber dann aus freien Stücken und echter Überzeugung, in ihrer eigenen Blogroll verlinken.

Nachdem ich festgestellt habe, dass ich es gar nicht schaffe, viele Blogs regelmäßig zu verfolgen, nehme ich mir immer erst ein bisschen Bedenkzeit, bevor ich neue verlinke. Bestimmt entgeht mir dadurch so einiges, aber ich schaffe es einfach nicht, es gibt ja auch noch ein reales Leben mit Arbeit, Familie und anderen Hobbies. Bestimmt weißt Du, was ich meine :-)


Hier zeige ich Dir, um was es bei so einem "Award" geht:

Diese Regeln sind üblicherweise:

Nominiert werden Blogs mit weniger als 200 Followern. Jeder Blogger, der diesen Award erhalten hat, muss sich in einem Post mit dem Bildchen des Best Blog Awards beim Verleiher bedanken, 11 Fragen beantworten und wiederum 20 Blogs nominieren.

So sehen z. B. die Fragen aus:

1. Was magst du beim Kochen lieber: Nachtisch oder deftige Gerichte?
2. Was ist dir wichtiger bei einer Person. die Persönlichkeit oder die Erscheinung?
3. Wann hast du den Blog gegründet?
4. Welche Person hat dich bisher inspiriert, in dieser Welt mit etwas Neuem anzufangen?
5. Verfolgst du viele Blogs?
6. Kochst du lieber selbst oder lässt du dich gerne bekochen?
7. Welches Buch liest du momentan?
8. Welches Kleidungsstück hat bisher am längsten in deinem Schrank überlebt?
9. Was ist dein Lieblingsrezept?
10. Welche Eigenschaften einer Person sind dir in einer Freundschaft wichtig?
11. Was ist dein Lieblingsfilm?

Ich finde es müßig, regelmäßig solche Fragen zu beantworten, und wiederum Awards weiterzuverleihen. Das mag arrogant klingen, ist aber überhaupt nicht so gemeint. Zeit zu haben ist so wichtig im Leben und wird immer mehr zu Mangelware. Wenn, dann verwende ich sie lieber für einen neuen Blog-Beitrag so wie diesen, er war mir jetzt wirklich mal einen eigenen Beitrag über diesen Zeiträuber "Award" wert, weil sie mir regelmäßig und gestern wieder über eine Kontakt-Email ein Award verliehen werden.

Ja, ich habe noch unter 200 „unique readers“, na und?! Wenn nur ein Viertel von ihnen als regelmäßige Leser in meinem Blog vorbeischaut, wäre es schon eine Supersache, aber von der Einschätzung der Tatsachen her wohl trotzdem hochgegriffen. Wenn ich bedenke, wie selten ich selbst auf Blogs vorbeischaue, die ich irgendwann mal in den Google Reader als „Blogs, die ich verfolge“ eingetragen habe …

Also, lieber "Award"-Verleiher, nimm es bitte nicht persönlich, ich habe bisher keinen Award angenommen, werde es auch in Zukunft nicht tun und werde auch keinen weiterverleihen, wie es die „Award-Regeln“ verlangen. Ich freue mich aber sehr, wenn Du trotzdem weiterhin vorbeischaust und gerne mitliest. Nichts anderes wünsche ich mir.
 photo SignaturPNG-2.png

Kommentare:

  1. Du sprichst mir aus der Seele, und es bedarf zu diesem Thema keiner weiteren Worte, lG Claudia

    AntwortenLöschen
  2. Klare Ansage! – Und so freundlich formuliert, dass man/frau das nachvollziehen kann. Vorausgesetzt, man/frau ist bereit, der Wahrheit in's Auge zu schauen.
    Mir persönlich sind 100 Leser/innen, denen meine Tipps, Infos und Anregungen etwas bedeuten auf jeden Fall lieber als 1.000 Seitenbesucher/innen, die mehr oder weniger zufällig durch künstlich erzeugten Traffic vorbeischauen.

    Lieben Gruß
    Michael

    AntwortenLöschen
  3. Nett gesagt. Und natürlich handelt es sich um einen Kettenbrief in versteckter Form. Die letzten finden dann keine Blogs mehr und vorallem bist Du nicht die Einzige, die soetwas grundsätzlich ablehnt. Ich habe aus Höflichkeit einen angenommen. Ehrlich gesagt, ich war da ein wenig hilflos und wusste nicht wie ich darauf reagieren soll. Aber das Ergebnis auch ohne Fragen beantworten zu müssen, war eigentlich gleich Null und ist sicher einer der schlechtesten Methoden auf seinen Blog aufmerksam zu machen.

    Liebe Grüße
    Anna

    AntwortenLöschen
  4. Ich muss gestehen, ich hatte anfangs Skrupel, einen Award zu "ignorieren". Den 1. hab ich daher noch dankend angenommen ... aber irgendwann hat es überhand genommen und ich müsste bei dem derzeitigen Run schon an die 50 Fragen beantworten ... ich glaube, selbst der größte Kuhfan möchte das nicht mehr lesen ;)
    Ich halte es daher wie du und lasse das mit den Awards für meine Seite sein. Wer mich mag, kommt auch ohne Award bei mir vorbei :)

    AntwortenLöschen
  5. Hallo liebe Barbara,

    vielen Dank für Deinen netten Beitrag. Bisher wusste ich gar nicht genau, was es mit dem Award auf sich hat. Aber Du hast es wunderbar beschrieben und ich kann Deine Meinung durchaus vertreten! Wir verbringen eh schon eine Menge Zeit mit dem Posten. Und irgendwo ist auch eine Schallgrenze erreicht. An erster Stelle sollte immer noch die "reale" Welt stehen.

    Herzliche Grüße
    sendet Dir
    Anfrieda

    AntwortenLöschen
  6. das hast Du wirklich total gut zusammengefasst! nachdem man sich anfangs total über einen Award freut, wird es irgendwann einfach nur lästig.... so böse das klingt. ich kam mir dann ganz schlecht vor einen solchen Award abzulehnen oder zu ignorieren.... man möchte ja niemandem auf die Füße treten. ich glaube demnächst verweise ich auf deinen tollen Beitrag dazu, das sagt wirklich alles!! :-)

    Liebe Grüße, Ann-Katrin

    AntwortenLöschen
  7. Hallo Barbara
    Beim ersten und zweiten Award hab ich mich auch noch gefreut( da war ich noch neu und empfand es als Auszeichnung) , beim Dritten hab ich gemerkt , dass ich nichts mehr Neues zu berichten habe , zumal auf meinem Blog ne ganze Menge über mich zu lesen ist.Die nächsten hab ich mit freundlichen Erklärungen abgelehnt und es wurde auch verständnisvoll reagiert.
    Und mit den Lesern geb ich dir unbedingt recht , mir ist es so auch lieber.
    Ich hab auch nicht die Zeit alles zu kommentieren.
    Allerdings arbeite ich mich fast täglich durch meine Leseliste.
    LG
    Martina

    AntwortenLöschen
  8. Ja, genau so sehe ich das auch!

    Ich fühlte mich zu Anfang echt, wie auf Wolke 7, aber manchmal fällt der Groschen eben nur pfennigweise! Ich habe mich immer "brav" und ehrlich bedankt, aber nie einen weiter gegeben und das im Kommentar auch klar gesagt.

    Ich komme gerne auf deinen Blog,
    seh` dir quasi in den Kochtopf oder zumindest auf den Teller.

    Ein Danke ist wieder mal fällig!
    Köstlich warten deine Plätzchenrezepte in der Weihnachtzeit!

    Bis bald und liebe Grüße Gaby

    AntwortenLöschen
  9. Ich bin auch auf den ersten Award ganz stolz gewesen, weil mir das mit der Verlinkerei gar nicht klar war. Frau Kampi hat mich damals aufgeklärt. Und ich dachte, das wäre was gaaaaanz besonderes.
    Manchmal, bei Events zum Beispiel finde ich Verlinken für mich als Leser aber ganz toll, weil ich so selber neue Blogs kennenleren. Aber so erzwungen mag ichs gar nicht.

    AntwortenLöschen
  10. Vielen lieben Dank für Euer Feedback, es beruhigt mich zu sehen, dass es mir nicht alleine so ging :-)

    AntwortenLöschen

Schön, dass Du Zeit auf meinem Blog verbringst, Vielleicht kann Dich das eine oder andere Rezept zum Nachkochen animieren, über Deine Rückmeldung oder Deinen netten Kommentar freue ich mich sehr :-)))
Anonyme Kommentare mag ich nicht so gerne, deshalb bitte ich Dich: Unterschreibe doch bitte Kommentare mit Deinem Namen oder trage dich mit Deinem Profil ein. Dazu einfach bei “Profil“ auf “Name/URL“ klicken und Deinen Namen eintragen oder Dich mit Deinem Google-Profil einloggen.
Ich behalte mir vor, anonyme Kommentare einfach zu löschen.
Fragen, die Du bei einem Post stellst, werden auch in diesem beantwortet, also bitte wieder vorbeischauen oder in der rechten Sidebar die Kommentare abonnieren.
Kommentare, die augenscheinlich nur dazu dienen, unerbetene Werbelinks für die Seite/Firma des Kommentators zu posten, werden gelöscht, im Wiederholungsfall eine Aufwandsentschädigung von 50 € in Rechnung gestellt.