Samstag, 3. März 2012

Ravioli mit Spinat-Ricotta-Füllung

Ravioli sind eine geschickte Verpackung für die verschiedensten Füllungen. Am liebsten mögen wir eine Füllung mit Spinat und Ricotta. Für diese Ravioli habe ich einen Pasta-Teig verwendet, der mit einem Mus aus gekochtem Hokkaidokürbis eingefärbt wurde. Das Rezept dazu findest du >>> hier in meinem Blog.
Selbstverständlich kannst Du jeden anderen Nudelteig verwenden. (klassisches Grundrezept von 400 g Pasta-Mehl, 4 Eier Gr. M, 1 EL Öl, je nach Eigröße noch 1 - 2 EL kaltes Wasser).



Zutaten für 4 Portionen:

Pastateig von 400 g Mehl nach diesem >>> Rezept oder auch klassisch (Zutaten siehe oben) oder auch den  >>> Dinkelvollkorn-Nudelteig in meinem Blog.

Füllung:
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen

500 g TK Blattspinat (evtl. auch gehackt) oder fríschen Spinat, blanchiert und gehackt
250 g Ricotta
150 g Parmesan, gerieben
3 EL Semmelbrösel (evtl. Vollkorn)
ca. 2 TL Salz
1 gehäufter TL Chiliflocken

1 Eiweiß zum Bestreichen der Teigränder (evtl. ein übriges von der Pasta-Teig-Herstellung)

außerdem:
2 Handvoll Sonnenblumenkerne (alternativ: Pinienkerne, darf ich leider nicht :-( )
4 EL Butter
ca. 12 - 16 Salbeiblätter (alternativ: getrockneten Salbei, aber nur im Notfall, nichts geht über frischen!)
evtl. etwas Parmesan

Und so geht's:

Spinat über Nacht im Kühlschrank in einem Sieb mit untergestelltem Teller auftauen und abtropfen lassen. Vor dem Gebrauch noch etwas ausdrücken, evtl. etwas kleinhacken.

Nudelteig herstellen (siehe >>> hier), mindestens 1 Stunde bei Raumtemperatur mit Folie abgedeckt ruhen lassen.

Zwiebel schälen, klein würfeln und in Olivenöl andünsten. Kleingehackten Knoblauch hinzufügen, kurz mitdünsten und abkühlen lassen.

Den Spinat (noch etwas ausdrücken!) mit dem erkalteten Zwiebel-Knoblauchgemisch, Ricotta, Parmesan, Semmelbröseln, Salz und Chiliflocken verrühren, abschmecken.


Den Nudelteig in kleineren Portionen mit Hilfe einer Nudelmaschine (oder mit viel Kraft mit einem Rollholz) ausrollen, auf der bemehlten Arbeitsfläche auslegen und mit Frischhaltefolie abdecken, damit der Teig nicht so schnell austrocknet und elastisch bleibt.


Dann Kreise mit der Rückseite des Ravioliformers (ca. 8 cm Ø) aus dem Teig ausstechen, wieder mit Folie abdecken.

Jeweils einen Teigkreis auf den Ravioliformer auflegen, den Rand etwas auf der Form andrücken, die Mitte mit den Fingern etwas dehnen, damit der Teigkreis beim Auflegen der Füllung nicht vom Rand rutscht. Das Eiweiß in einer Tasse verquirlen. Den äußeren Rand des Teigkreises mit etwas Eiweiß bestreichen, damit diese besser aufeinander kleben bleiben. Nun einen gehäuften Teelöffel von der Füllung in die Mitte geben,


den Ravioliformer zusammendrücken,



Ravioli vorsichtig aus der Form lösen und auf einer gut bemehlten Unterlage ablegen.


Übrigens, hast Du keinen Ausstecker, kannst Du das auch mit einer großen Tasse oder ähnlichem machen, dazu den Tassenrand evtl. kurz in Mehl eintauchen. Den Rand ebenfalls schmal mit Eiweiß bestreichen, Füllung auf die Mitte geben, den Kreis zur Hälfte zusammenlegen, den offenen Rand mit Hilfe von bemehlten Gabelzinken zusammendrücken. Ebenfalls auf einer gut bemehlten Fläche ablegen.

Die Ravioli noch mindestens 20 min antrocknen lassen (nachdem das letzte geformt ist).


In dieser Zeit Nudelwasser aufsetzen, sobald es kocht, Salz zugeben (pro Liter Wasser einen gehäuften Teelöffel voll) und die Ravioli ca. 6 - 8 min (je nach Trocknungszustand) kochen.

In der Zwischenzeit in einer Pfanne Butter zerlaufen lassen, die in kleingeschnittenen Salbeiblätter und die Sonnenblumenkerne darin leicht anrösten.


Mit einem Schaumlöffel die Ravioli aus dem Kochwasser schöpfen, gut abtropfen, heiß auf vorgewärmte Teller geben und die angerösteten Sonnenblumenkerne und Salbei darüber verteilen, von der Butter aus der Pfanne evtl. noch etwas darüber träufeln. Wer mag, kann noch etwas Parmesanspäne darüber hobeln. Sofort servieren.

Dazu passt ein bunter Salat.


Tipp: Ravioli kannst Du sehr gut in rohem Zustand auf Vorrat einfrieren. Dann hast Du an dem Tag, an dem Du dieses Gericht zubereiten möchtest, total wenig Arbeit.

Dazu legst Du auf 2 Backbleche jeweils einen Bogen Backpapier, bemehlst diesen gut und legst die rohen Ravioli nebeneinander aus, lasse sie ebenfalls ca. 20 min antrocken. Die Backbleche gibst Du nun so, ohne sie abzudecken, über Nacht in die Gefriere und füllst die Teigtaschen am nächsten in Gefrierbehälter oder -beutel ab, dann kannst Du sie auch einzeln entnehmen.

Bei Bedarf musst Du sie dann nur in gefrorenem Zustand ins kochende Nudelwasser geben und wie oben beschrieben garen. Die Garzeit beginnt, sobald das Wasser erneut aufkocht.



Sollte Nudelteig übrigbleiben, da die Füllung aufgebraucht ist, kannst du diesen einfach in Streifen schneiden wie für Bandnudeln, diese etwas bemehlen und ganz trocknen lassen.
Die Nudeln kannst du dann in Tüten oder Vorratsbehältern aufbewahren, und du hast schnell mal eine Portion selbstgemachter Nudeln zur Verfügung. Möchtest du sie nach kurzer Antrocknung sofort kochen, brauchen die Nudeln nur ca. 4 - 5 min, bis sie gar sind. Garprobe!
 

Kommentare:

  1. oooh sieht das lecker aus, wann gibt essen bzw wann soll ich da sein? ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. die sind leider schon gegessen, aber ich kann die auf Vorrat eingefrorenen, rohen mobilisieren, wenn du mir sagst, wann du kommst :-)

      Löschen
  2. Es ist Mittagszeit und mein Magen grummelt ... wie gerne würde ich dein Gericht jetzt probieren ... bin noch nicht so ganz Fit ... man merkt erst wie alt man geworden ist wenn man mal auf ner Party war ,)
    Die Förmchen habe Ich mir gerade vor 2 Tagen gekauft in 5 Größen,
    die muss Ich jetzt bald mal einweihen ;o)

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag
    LG Kerstin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es geht auch ohne Förmchen, aber der Rand wird so nett verziert. Nur muss man darauf achten, dass der Rand nicht zurückrutscht, wenn man die Füllung darauf gibt und man die Ravioli vernünftig zusammenquetschen will. Ich habe erst nach den ersten 2 oder 3 Stück den Bogen herausgehabt, den Teig sollte man auch nicht zu dünn auswellen. Viel Spaß beim Testen der Teile und berichte mal darüber, oder gib mir bitte Bescheid, wenn du etwas darüber gebloggt hast.
      Dir auch einen schönen Sonntag!
      LG von Barbara

      Löschen
  3. Sorry I had a technical difficulty. What I wrote was , I just became a follower of your blog and I like your recipes.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Marco Pasha,
      thanks for having become a follower :-) No problem, I cancelled the second comment. I look forward to your visits on my blog. Do you understand german or do you have to use the google translator tool? There are translated funny things, sometimes ;-)
      Best regards from
      Barbara

      Löschen
  4. Barbara, die sehen toll aus. Und schöne step-by-step Bilder!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Mel, ich habe meinen Blog ja auch mehr zur Kochanleitung für Anfänger konzipiert, allen voran für meinen Sohn :-)

      Löschen

Schön, dass Du Zeit auf meinem Blog verbringst, Vielleicht kann Dich das eine oder andere Rezept zum Nachkochen animieren, über Deine Rückmeldung oder Deinen netten Kommentar freue ich mich sehr :-)))
Anonyme Kommentare mag ich nicht so gerne, deshalb bitte ich Dich: Unterschreibe doch bitte Kommentare mit Deinem Namen. Dazu einfach bei Profil auf Name/URL klicken und Deinen Namen eintragen.
Fragen, die Du bei einem Post stellst, werden auch in diesem beantwortet, also bitte wieder vorbeischauen oder in der rechten Sidebar die Kommentare abonnieren.
Kommentare, die augenscheinlich nur dazu dienen, unerbetene Werbelinks für die Seite/Firma des Kommentators zu posten, werden gelöscht, im Wiederholungsfall eine Aufwandsentschädigung von 50 € in Rechnung gestellt.