Freitag, 23. Dezember 2011

Granatapfel-Likör

Schon seit längerer Zeit lag ein übriger Granatapfel in der kühlen Vorratskammer, und als mir dann das Rezept für diesen Likör in die Hand kam, war sein Schicksal schnell besiegelt. Er musste sich fügen und sein Leben in einem Alkoholbad aushauchen. Oder sollte ich lieber sagen, dass er für die Ewigkeit konserviert wurde? Naja, wenn er gut schmeckt, wird er sich wohl nicht lange halten. ;-)

Ein Foto vom fertigen Likör muss ich Euch noch schuldig bleiben, das gibt es erst, wenn der Likör fertig ist. Aber wer noch schnell ein Weihnachtsgeschenk braucht, kann ihn wenigstens noch ansetzen und so verschenken, mit dem Hinweis, dass man sich mit dem Genuss mindestens noch 3 Wochen gedulden muss.

alle Zutaten schön eingeschichtet, mit Schnaps übergossen


abgewandelt nach einem Rezept aus der Zeitschrift "Gartenratgeber" 1/2012 (original: für 2 Granatäpfel)

Zutaten umgerechnet auf 1 Granatapfel:
1 Grantatapfel
100 g weißer Kandis
1/2 ungespritzte Zitrone
ca. 375 - 400 ml Obstler 38 % (original: "Klarer")

Für den Ansatz des Likörs auf alle Fälle eine saubere, mit kochendem Wasser sterilisierte 1-Liter-Flasche mit Schraubverschluss verwenden, damit man die Flasche gut schütteln kann. Am besten mit einem nicht zu engen Flaschenhals, damit man den Kandis und die Zitronenscheiben besser hinein bekommt.


Die ungespritzte Zitrone heiß abwaschen, abtrocken, die Hälfte davon in Scheiben und bei Bedarf in schmale Streifen schneiden, damit sie besser durch den Flaschenhals passt.

Den Granatapfel rundherum mit einem scharfen Messer einritzen und die beiden Hälften mit den Händen durch Gegeneinanderdrehen auseinander brechen. Am besten ist es, unempfindliche, evtl. sogar rote Oberbekleidung anzuziehen, da die Verarbeitung von Granatäpfeln unweigerlich rote Spritzer verursacht. Also mit Gefühl und vorsichtig arbeiten. Im Originalrezept heißt es, die "Samen mit einer Gabel oder einem Löffel herauskratzen", aber das gibt eine Riesensauerei, das weiß ich noch von meinen ersten Versuchen, einen Granatapfel zu bezwingen.

Besser ist es, die Hülle des Granatapfels leicht nach außen aufzubiegen, dass man die Samen mit den Fingern herauspuhlen kann. Diese in die Flasche füllen und dabei abwechselnd mit Kandisstückchen einschichten.

Zitronenscheiben in die Flasche geben und mit Obstler begießen, es muss alles gut bedeckt sein.



Flasche verschließen und hell und warm stehen lassen, dabei täglich 1 - 2 x kräftig schütteln. Mit der Zeit geben die Granatapfelsamen ihre Farbe an den Schnaps ab, der Fruchtsaft aus den Samen und der Zitrone verdünnt den Schnaps zum Likör.


Den Ansatz frühestens nach 3 Wochen, am besten erst nach mehreren Monaten abseihen und in eine dekorative Flasche umfüllen. Kühl und dunkel lagern. (Foto folgt, wenn der Likör reif ist)

Tipp: Flasche nie randvoll füllen, dann kann man besser schütteln, der Kandis löst sich schneller auf.

Der Likör links direkt nach dem Ansetzen und rechts nach knapp 1 Woche

Kommentare:

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    ICH (¯`v´¯) ☆`•,•´ (¯`v´¯)
    WÜNSCHE `•,•´ (¯`v´¯) ☆ `•,•´☆
    …….Dir und Deine Familie..☆ `•,•´ ..FROHE , GESEGNETE
    ……☆ `•,•´☆…….WEIHNACHTEN
    …………… UND EINEN GUTEN START
    …………☆ `•,•´☆… INS NEUE JAHR
    ………….(¯`v´¯)……….. 2012
    ……………`•,•´ ☆ ..

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  2. Da ich auf der Suche nach einem geeigneten Rezept für Granatapfel-Likör bin, wollte ich Dich fragen, wie Dein Likör geworden ist - hat er gut geschmeckt?!
    Leider gibt es bei der google-Suche häufig Rezepte für Likör mit Grenadine statt mit "echtem" Granatapfel.
    Danke für Deine Rückmeldung!
    Viele liebe Grüße und weiterhin gutes Gelingen!

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    1. Liebe Anna Kristina,
      auf Anraten einer in der Likörherstellung erfahrenen Bloggerkollegin habe ich den Likör viel länger zum Reifen in den Keller verbannt und ihn bisher noch gar nicht probiert. Sie meinte nämlich, dass ein paar Wochen viel zu kurz seien. Gut dass du mich heute daran erinnert hast. Ich werde ihn am Abend probieren und dann Bericht erstatten.
      Liebe Grüße Barbara

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    2. Verdammt, jetzt habe ich doch schon probiert, weil du mich neugierig gemacht hast. und ich muss sagen, er ist total lecker. Vermutlich bekommt man ihn mit Grenadine farblich intensiver und süßer, aber ich mag es, dass er etwas säuerlich schmeckt, aber mach dich darauf gefasst, er ist ziemlich stark. Wow, ich glaube, der Nachmittag ist gelaufen, dabei sollte ich noch etwas Buchhaltung machen. Farblich hat sich nichts mehr getan im Vergleich zum Foto nach 1 Woche (s. oben), ich stelle später noch ein Foto vom Likör im Glas ein :-)

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  3. DANKE für die Info, das Nachschauen und Probieren!
    Wie lange hat er jetzt gereift bzw. wie lange sollte er reifen?!
    Ich werd ihn dann auch mal ausprobieren, hatte aber die Hoffnung ihn als Weihnachtsgeschenk verschenken zu können...
    Liebe Grüße!

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    1. Also, der war jetzt seit letztem Dezember im dunklen, kühlen Keller. Leider habe ich verpasst den Likör alle paar Monate zu probieren, um dir jetzt definitiv sagen zu können, ab wann er sich nicht mehr signifikant verändert hat. Allerdings weiß ich auch nicht, ob die Geschmacksnerven jedes Mal gleich gut drauf sind, um das beurteilen zu können.
      Ich bin mir sicher, wenn du ihn jetzt ansetzt, kann man ihn an Weihnachten sowohl verschenken als auch schon genießen, es sind ja noch fast 2 Monate bis dahin. Im Originalrezept hieß es ja 3 Wochen :-)

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    2. Danke für die Info - dann werd ich mich mal dran setzen!
      Viele liebe Grüße und weiterhin viel Spaß!

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